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| Prinzipieller Aufbau einer Solarzelle (Quelle: TU-Berlin, Arbeitsgruppe Erneuerbare Energie, http://emsolar.ee.tu-berlin.de) |
Als Material für Solarzellen wird hauptsächlich das Halbleitermaterial Silizium verwendet. Durch die gezielte „Verunreinigung“ von hochreinem Silizium mit Fremdatomen entsteht p- bzw. n-dotiertes Silizium: die Zugabe von fünfwertigen Atomen (diese haben 5 Valenzelektronen in der äußeren Hülle, z.B. Phosphor) zum vierwertigem Silizium führt zu n-Dotierung, Zugabe von dreiwertigen Atomen (z.B. Bor) zu p-Dotierung.
Eine Solarzelle besteht (vereinfacht gesehen) aus zwei aufeinander folgenden Schichten Silizium, einer p-dotierten und einer n-dotierten Schicht. Der Grenzbereich zwischen beiden wird als p-n-Übergang bezeichnet. An den Außenflächen befinden sich Kontaktflächen, wobei jene an der dem Licht zugewendeten Seite als Gitter ausgeführt ist. Über diese Kontaktflächen wird den Zellen der solar erzeugte Strom entnommen.Im p-n-Übergang der Solarzelle kommt es infolge von Ladungsträgerdiffusion zur Ausbildung eines elektrischen Feldes, der so genannten Raumladungszone. Dieses elektrische Feld verhindert, dass die bei Lichteinwirkung ins Leitungsband gehobenen Elektronen (Generation von Ladungsträgern) wieder ins Valenzband zurückfallen (Rekombination von Ladungsträgern), sondern sie werden entsprechend ihrer Ladung getrennt. Und zwar kommt es im n-Bereich zu Elektronenüberschuss, also negativer Ladung, im p-Bereich zu Elektronenmangel, also positiver Ladung. Durch diese Ladungstrennung entsteht bei Silizium-Solarzellen eine Spannung von 0,5 bis 0,6 Volt. Die Ladungsdifferenz bzw. Spannung führt bei einer äußeren elektrisch leitenden Verbindung (zum Beispiel über einen Gleichstromverbraucher) zum Transport von Ladungsträgern, also dem Fließen von elektrischem Strom.
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kombinierte Serien- und Parallelschaltung:
die einzelnen Modulspannungen addieren sich zur Strangspannung, diese ist auch
gleichzeitig die Generatorspannung, die einzelnen Strangströme addieren sich zum
Generatorstrom.
Ausführungen von Ladereglern:
Serienregler:
Shuntregler:
Bei Überschreiten der Ladeschluss-Spannung schließt ein parallel zum
Ladestromkreis liegendes Schaltelement (Relais oder Schalttransistor). Der Solargenerator
wird dadurch kurzgeschlossen.
MPP-Regler:
Bei diesem Regler dient ein Gleichspannungswandler zur optimalen Anpassung zwischen
Solargenerator (Betrieb im MPP) und den erforderlichen Spannungen für Akku bzw.
Wechselrichter. Aufgrund des komplexeren Aufbaues kommen diese Regler erst bei
leistungsstärkeren Anlagen zum Einsatz.
Je nach Bauart der Bleiakkumulatoren werden unterschieden:
(KFZ -) Starterbatterie:
Solarakku, modifizierte Starterbatterie:
Verbesserte Akkus (Starter-Batterien) mit höherer Zyklenfestigkeit und geringerer
Selbstentladerate.
Wartungsfreie Akkus:
Diese sind so gestaltet, dass bei den üblicherweise vorkommenden Spannungen noch
keine Gasung auftritt (sehr hohe Gasungsspannung). Dadurch ist das Nachfüllen von
destilliertem Wasser nicht nötig, die einzelnen Zellen können geschlossen
ausgeführt sein.
Je nach Form und somit auch Qualität der Wechselspannung werden unterschieden:
Rechteck-, Trapez- oder Sinuswechselrichter. Je weniger die erzeugte Wechselspannung
die Form einer Sinusschwingung aufweist, desto größer ist der Anteil
störender Oberschwingungen (Schwingungen mit n-facher Frequenz der
Grundschwingung) und desto unempfindlicher müssen die über den
Wechselrichter betriebenen Verbraucher sein. Der Klirrfaktor ist ein Maß für den
Anteil dieser Oberschwingungen.
Als Kommutierung wird die periodische Umschaltung zwischen den einzelnen Strompfaden
des Wechselrichters bezeichnet, wodurch sich letztlich die Wechselspannung am Ausgang
ergibt. Wird die zur Kommutierung nötige Spannung im Wechselrichter selbst
bereitgestellt, so handelt es sich um selbstgeführte (eigenkommutierte)
Wechselrichter. Stammt diese Kommutierungsspannung aus dem Netz, so sind es
netzgeführte (fremdkommutierte) Wechselrichter. Nach selbem Schema wird zwischen
netzgetaktet und eigengetaktet unterschieden, je nach dem ob die für die periodischen
Abläufe (50 Hz Wechselspannung) nötige Taktfrequenz dem Netz entnommen
wird oder im Wechselrichter selbst erzeugt wird.
Der Trafo im Wechselrichter dient einerseits der Potentialtrennung (galvanische Trennung
der Gleichstromseite vom öffentlichen Stromnetz als Schutzmaßnahme) und
andererseits dem Hochtransformieren der Wechselspannung auf die gewünschten 230
Volt. Mit steigender Frequenz sinken die Trafoverluste, so dass einige Wechselrichter mit
Hochfrequenz-Trafo ausgestattet sind.
Je nach Anlagenkonzept (Inselanlage oder Netzparallelbetrieb) wird ein dafür
geeigneter Wechselrichter benötigt. Bei Inselanlagen ist die Anforderung an die
Qualität der gelieferten Wechselspannung in erster Linie von den betriebenen
Verbrauchern abhängig. Die Wechselrichter müssen für diesen Betrieb
geeignet sein (selbstgeführt, eigengetaktet). Bei Netzparallelbetrieb sind netzkonforme
Wechselrichter nötig, die wesentlich strengeren Kriterien genügen müssen.
Die eingespeiste Energie muss hinsichtlich Spannungswert und Frequenz sehr genau den
Netzvorgaben entsprechen und synchron eingespeist werden.
Der Bedarf an elektrischer Energie im Jahresverlauf ist zu ermitteln. Es empfiehlt sich diese Berechnungen für jedes Monat anzustellen, da z.B. die Dauer der elektrischen Beleuchtung im Jahreslauf variiert oder der Einsatz von Kühlgeräten werden der kältesten Monate überflüssig ist. Dazu werden die jeweils benötigten Verbraucher mit ihrem Leistungsbedarf (Watt) und ihrer täglichen Betriebszeit (Stunden) angeführt:
| Gerät 1 , | Leistungsbedarf [W] . Betriebszeit pro Tag [h] | = | Energiebedarf pro Tag [Wh] |
| Gerät 2 , | Leistungsbedarf [W] . Betriebszeit pro Tag [h] | = | Energiebedarf pro Tag [Wh] |
| Gerät ... | Leistungsbedarf [W] . Betriebszeit pro Tag [h] | = | Energiebedarf pro Tag [Wh] |
| ------------------------------ | |||
| gesamter Energiebedarf [Wh] |
2. Ermittlung des solaren Energieertrages:
Wiederum im Jahresverlauf bzw. für die Monate der Nutzung der Anlage ist nun der solare Energieertrag am Standort abzuschätzen. Hierfür können meteorologische Messdaten (langjährige Monatsmittel der täglichen Globalstrahlung für das betreffende Gebiet) verwendet werden. Z.B. ist die Tagessumme der einfallenden Globalstrahlung für Wien (48º15’) im Monat Juli 5,44 kWh/m2d, im Dezember nur 0,69 kWh/m2d.Zum Teil gibt es auch speziell für Solargeneratoren ausgearbeitete Tabellenwerte mit spezifischen Energieerträgen. Diese geben für unterschiedliche Gebiete den Energieertrag pro Tag und WP Generatorleistung an, in der Einheit (Wh/d . WP).
Beide Werte beziehen sich auf waagrechte Flächen. Um die Neigung und Orientierung der Modulflächen zu berücksichtigen, ist ein weiterer Tabellenwert nötig. Mit diesen Korrekturfaktoren ist voriger Wert zu multiplizieren.Um die Solaranlage für den schlechtesten Fall zu dimensionieren, wird bei einem Vergleich der Werte von 1) und 2) das Monat mit den ungünstigsten Voraussetzungen bezüglich Solarertrag und Energieverbrauch herangezogen.
3. Auswahl des Solargenerators:Bei der Bestimmung der nötigen Generatorleistung gibt es mehrere Wege. Zwei davon sind folgende:
3.1:Generatornennleistung (WP) = täglicher Energiebedarf (Wh/d) / spezifischer Energieertrag (Wh/d . WP) . 0,8
Der Faktor 0,8 berücksichtigt die Verluste durch den Akkumulator (und eventuell des Wechselrichters, falls vorhanden, sowie den Leistungsbedarf des Ladereglers). Sind für die betreffende Anlage eigene Werte vorhanden, so sind diese zu verwenden.
3.2:
Wurde unter 2) ein Wert aus meteorologischen Messreihen verwendet (Tagessumme der
Globalstrahlung in kWh/m2d) so ergibt sich folgendes Berechnungsschema:
Nennleistungszeit pro Tag (h/d) = Solarangebot . PR / Normeinstrahlung
Der pro Tag nötige Amperestundenbedarf (Ah/d) ergibt sich aus dem unter 1) ermittelten Energiebedarf (Wh/d) dividiert durch die Systemspannung (12 V, 24 V, ...). (Zusätzlich zu diesem Wert sind noch Akku-, Laderegler- und Wechselrichterverluste zu berücksichtigen).Nennstrom des Generators (A) = Amperestundenbedarf (Ah/d) / Nennleistungszeit pro Tag (h/d)
Entsprechend dem Nennstrom des Generators und der gewählten Systemspannung können die Solarmodule und deren Verschaltung ausgewählt werden.4. Bestimmung der Akkukapazität:
Die Kapazität des benötigten Akkus ergibt sich zu:Kapazität (Ah) = Amperestundenbedarf (Ah/d) . Autonomietage (d) / Entladetiefe
Der tägliche Amperestundenbedarf ergibt sich aus dem Energieverbrauch dividiert durch die Systemspannung.
Zellentyp:
Bezeichnet den verwendeten Typ der Solarzelle. Meist wird es sich um monokristalline,
polykristalline oder amorphe Zellen handeln.
Kurzschlussstrom IK:
Wenn die Solarzelle kurzgeschlossen wird, ergibt sich die maximale Stromstärke, die
die Solarzelle liefern kann. Der Kurzschlussfall stellt für die Solarzelle
üblicherweise keine Gefahr dar.
Nennstrom, Nennspannung:
Die Werte für Strom und Spannung im Punkt maximaler Leistung (MPP, z.T. auch als
IMPP, UMPP bezeichnet) unter Normbedingungen (STC).
Wirkungsgrad = Pelektr (W) / E (W/m2) . A (m2)
Zum Teil wird unterschieden zwischen:
STC-Wirkungsgrad (Normwirkungsgrad, Laborwirkungsgrad):
ergibt sich unter STC-Normbedingungen. Dieser wird meist in den Datenblättern
angegeben.
RRC- Wirkungsgrad (realistic reporting conditions):
Wirkungsgrad der sich unter den gegebenen klimatischen Bedingungen ergibt.
Füllfaktor FF:
ist das Verhältnis der maximal möglichen Leistung bezogen auf das Produkt aus
Kurzschlussstrom und Leerlaufspannung.
FF = IMPP . UMPP / IK . UL
Leistungsangabe WP , Nennleistung:
Die Nennleistung des Generators wird für den Punkt maximaler Leistung (MPP) unter
Normbedingungen (STC) angegeben. Diese stellt zugleich auch die Spitzenleistung dar und
wird auch als WP (Watt peak) bezeichnet.
Performance Ratio, Idealer Energieertrag, realer Energieertrag:
Der rechnerisch ermittelbare ideale Energieertrag einer Photovoltaikanlage wird unter
praktischen Bedingungen nicht erreicht. Infolge von geringeren Wirkungsgraden der
Solarzellen unter den gegebenen realen Bedingungen, Verschmutzung und Abschattung der
Zellenfläche, Wechselrichterverluste und Ausfälle ergibt sich ein realer
Energieertrag der Anlage. Das Verhältnis der beiden wird als Performance Ratio
bezeichnet.
Sehr gute Anlagen erreichen PR-Werte von zirka 0,8.
Temperaturabhängigkeit, Temperaturkoeffizienten:
Bypassdioden, Hot spot:
Die einzelnen Solarzellen eines Moduls sind, um eine geeignete Spannung pro Modul zu
erreichen, in Serie geschaltet. Infolge von z.B. Abschattung einer Zelle kann es vorkommen,
dass diese eine Zelle keinen Strom mehr liefert. In dem Fall würde an der Zelle die
Spannung mit umgekehrter Polarität anliegen (Diode in Sperrrichtung) und die Zelle
würde in Serie zum eigentlichen Verbraucher als Last auftreten. Je nach anliegender
Spannung an dieser Zelle würde ab ungefähr 15 Volt (Durchbruchsspannung)
die Zelle in den leitenden Zustand übergehen.
Um einerseits die Solarzellen vor Schäden (Überhitzung, „Hot spot“) zu
bewahren und andererseits bei Teilabschattung zumindest einen gewissen Teil der
Modulleistung zu erhalten, werden parallel zu den Solarzellen Dioden geschaltet, die so
genannten Bypassdioden. Im Abschattungsfall fließt der Strom nicht durch die
Solarzelle sondern durch diese Diode. Meist werden mehrere Solarzellen durch eine solche
Diode überbrückt, nicht jede einzelne. Die Anzahl der Bypassdioden pro Modul
ist den Datenblättern zu entnehmen.
Energetische Amortisationszeit (Energierücklaufzeit):
Ist jene Zeit, nach der die Solarzelle (bzw. die Photovoltaikanlage) die Menge an Energie
geliefert hat, die zu ihrer Herstellung (kumulierte Energieaufwand) nötig war. Nach
dieser Zeit ist der bis dahin erhaltene Energieertrag der Solaranlage gleich den
Energieaufwendungen für ihre Herstellung.
maximal zulässiger Ladestrom:
Der Kurzschlussstrom des Solargenerators muss im Bereich der maximal zulässigen
Stromstärke des Reglers liegen.
Spannungsbereiche:
Der Regler muss für die maximal auftretende Leerlaufspannung des Generators
gerüstet sein und für die Spannung des Akkus (12V/ 24V/...) passend sein.
Temperaturberücksichtigung:
Ladeschluss- und Entladeschluss-Spannung sind von der Temperatur abhängig.
Manche Laderegler sind mit Temperaturfühler ausgestattet.
Ladezustand:
Bezeichnet die momentan verfügbare Strommenge des Akkus. Durch
Spannungsmessung oder Messung der Säuredichte kann dieser aktuelle Ladezustand
ermittelt werden.
Gasungsspannung:
Ab diesem Spannungswert wird Wasser durch Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff
gespalten (Knallgas!). Durch Nachfüllen von destilliertem Wasser sind diese
Wasserverluste wieder zu ersetzen. Grundsätzlich sollte Gasung verhindert werden,
um Explosionsgefahr, Akkuschäden und unnötig vergeudeter Energie
vorzubeugen. Bei manchen Akkutypen allerdings kann zeitweilige kontrollierte Gasung
sinnvoll sein, um eine Durchmischung des Elektrolyten herbeizuführen.
Entladetiefe (%):
Ist der %-Wert der Ladung (Kapazität), die dem Akku entnommen wird. 100 %
Entladetiefe wäre vollständige Entladung, dies entspricht dem Erreichen der
Entladeschluss-Spannung. Wird der Akku z.B. nur im Bereich bis 20% Entladetiefe
betrieben, so erhöht sich seine Lebensdauer beträchtlich.
Ladefaktor = zugeführter Ladung (Ah) / verfügbarer Ladung (Ah)
Der Ladewirkungsgrad bzw. Amperestundenwirkungsgrad EtaAh ist davon der Kehrwert :Ladewirkungsgrad EtaAh = verfügbarer Ladung (Ah) / zugeführter Ladung (Ah) = 1 / Ladefaktor
Das Verhältnis von entnehmbarer Energie zu zugeführter Energie stellt den Energiewirkungsgrad EtaWh dar:Energiewirkungsgrad EtaWh = verfügbare Energie (Wh) / zugeführter Energie (Wh)
Da die Ladespannung höher ist als die danach verfügbare Spannung ist der Energiewirkungsgrad geringer als der Ladewirkungsgrad (EtaWh < EtaAh).
Zyklenzahl, Lebensdauer:
Die Zyklenzahl gibt die maximal möglichen Lade- / Entladevorgänge
während der Lebensdauer des Akkus an. Bei Vollzyklen wird der Akku bis zur
Entladeschluss-Spannung (also vollständig) entladen, bei Teilzyklen nur teilweise (z.B.
bis zu einer Entladetiefe von 20%). Wird der Akku immer nur zu einer geringen Entladetiefe
entladen, so steigt seine Lebensdauer beträchtlich an (Anzahl der Teilzyklen >>
Anzahl der Vollzyklen).
Tiefentladung:
Wird der Akku nach Erreichen der Entladeschluss-Spannung weiter entladen, so wird das
als Tiefentladung bezeichnet, die Entladeschluss-Spannung wird dabei unterschritten. In
diesem Fall kann Bleisulfat in grobkristalliner Form gebildet werden, welches sich schwer
oder gar nicht rückwandeln lässt. Tiefentladungen sind für den Akku
äußerst schädlich und müssen vermieden werden, z.B. durch
passenden Tiefentladeschutz, welcher bei Erreichen der Entladeschluss-Spannung die
Verbraucher wegschaltet.
Dauerleistung, maximale Leistung, Spitzenleistung:
Die Dauerleistung kann der Wechselrichter zeitlich unbegrenzt liefern. Die Angabe von
maximaler Leistung (für einige Minuten lieferbar) oder der Spitzenleistung (für
einige Sekunden, z.B. für die hohen Anlaufströme von Motoren) kann
zusätzlich erfolgen.
Spannungsangaben:
Eingangspannung, entweder als Spannungsbereich angegeben oder durch Einzelwerte
für Nennspannung und Maximalspannung.
Ausgangsspannung, meist mit Angabe der möglichen Abweichungen von Spannungs-
und Frequenzwert (z.B. 230 V +/- 5%, 50 Hz +/-0,5%).
Europäischer Wirkungsgrad:
Diese Angabe stellt einen gewichteten Mittelwert für den Wechselrichter-Wirkungsgrad
dar. Die entsprechend den Strahlungsverhältnissen in Mitteleuropa sich ergebenden
Teillastbereiche des Wechselrichters werden nach ihrer Häufigkeit gewichtet
(Eta = 0,03 Eta5 + 0,06 Eta10 + 0,13 Eta20 + 0,10 Eta30 + 0,48 Eta50
+ 0,2 Eta100).
MPP-Tracking, MPP-Spannungsbereich:
Wechselrichter mit MPP-Tracking steuern ihre Eingangsgrößen (Gleichstrom und
Gleichspannung) so, dass der Solargenerator auch bei unterschiedlichen Werten für
Einstrahlung und Temperatur im Punkt maximaler Leistung (MPP) betrieben wird. Der
Spannungsbereich in dem dies möglich ist, wird als MPP-Spannungsbereich
bezeichnet.
Tiefentladeschutz:
Ebenfalls nur bei Insel-Wechselrichter relevant ist diese Funktion, die die schädliche
Tiefentladung des Akkus durch rechtzeitige Wegschaltung der Verbraucher verhindert.
Klirrfaktor k = Effektivwerte der Oberschwingungen / Effektivwerte der Grund- und Oberschwingungen
Gute Wechselrichter erreichen Klirrfaktoren unter 3%.
Schaltelemente:
Bezeichnet die verwendeten Halbleiterelemente (Leistungstransistoren oder Thyristoren).
Leerlaufverluste, Standby-Verbrauch:
Werden keine Verbraucher mit Strom versorgt, der Wechselrichter erzeugt aber trotzdem
die gewünschte Wechselspannung, so befindet er sich im Leerlauf. Die
Leerlaufverluste kennzeichnen die dafür benötigte Energie (Leistung).
Erzeugt der Wechselrichter zwar keine Wechselspannung aber prüft, ob sich im
Leitungsnetz eventuell Verbraucher einschalten, so befindet er sich im Standby-Betrieb.
Auch dafür ist Energie nötig, welche als Standby-Verbrauch in den
Datenblättern vermerkt sein kann.
Spezielle Literatur zu diesem Thema:
HADAMOVSKY, Hans-Friedrich; JONAS, Dieter (1996): Solarstrom - Solarwärme. Vogel Verlag. Würzburg.
HENZE, Andreas; HILLEBRAND, Werner (1999): Strom von der Sonne: Photovoltaik in der Praxis.
Ökobuch - Verlag. Staufen bei Freiburg.
HOFFMANN, Volker (1996): Photovoltaik - Strom aus Licht. B. G. Teubner Verlagsgesellschaft. Leipzig.
LADENER, Heinz (1995): Solare Stromversorgung. Ökobuch - Verlag. Staufen bei Freiburg.
WÜRFEL, Peter (2000): Physik der Solarzellen. Spektrum Akademischer Verlag. Heidelberg, Berlin.