Kurzfassung der Diplomarbeit "Der Hauptplatz von Neunkirchen aus der Sicht seiner Nutzerinnen und Nutzer" von Silke Rosenbüchler

Neunkirchen ist eine Kleinstadt im Industrieviertel von Niederösterreich mit etwa 10.000 Einwohnerinen und Einwohnern. Im Mai 1992 wurde die neu gestaltete Fußgängerzone Hauptplatz eröffnet, womit sich den Neunkirchnerinnen und Neunkirchnern eine Freiraumsituation erschloß, wie sie in dieser Stadt seit Einsetzen des Automobilbooms nicht mehr gegeben war. Aufbauend auf den Ergebnissen einer Seminararbeit über die Umgestaltung des Platzes wird in dieser Arbeit versucht, auf folgende Fragen eine Antwort zu finden: Um diese Fragen beantworten zu können, wurden drei Untersuchungsmethoden gewählt: Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich (mit Unterbrechungen) von Juni 1995 bis April 1996. Auf eine intensive, lückenlose Beobachtung des Platzes über einen längeren Zeitraum mußte aus zeitlichen und finanziellen Gründen verzichtet werden, obwohl eine derartige Untersuchung die besten Ergebnisse erbracht hätte.

Die Beobachtungen wurden zum Teil dafür verwendet, ein Stimmungsbild des Platzes in verschiedenen Situationen zu zeichnen, zum Teil gingen sie in die Ergebnisse der Experteninterviews ein.

Die 151 ausgefüllten Fragebögen (von 250 geplanten) wurden mit einfachen statistischen Mitteln ausgewertet, wobei sich ergab, daß die Beurteilung des Platzes meist zwischen Ortsansässigen und Ortsfremden stärker differiert als zwischen Frauen und Männern. Insgesamt schneidet der Platz eher positiv ab, zur Beurteilung, wie gut der Neunkirchner Hauptplatz im Vergleich zu anderen Plätzen angenommen wird, fehlt es an vergleichbaren Untersuchungen.

Bei den Experteninterviews mit 27 Personen, die in unterschiedlicher Beziehung zu dem Platz stehen, ergaben sich verschiedene Themenkreise wie Verkehr, Veranstaltungen oder Möblierung, die in eigenen Kapiteln zusammengefaßt und besprochen wurden. Drei Interviews (Polizeileiter Josef Koren, Künstlerin Martha Kerschhofer, die achtjährige Kathie) wurden als Beispiel für den Interviewablauf in leicht gekürzter Form wiedergegeben.

Die oben angeführten Fragen können mit dieser Arbeit allein nicht eindeutig beantwortet werden. Es wäre aber wünschenswert, Plätze in anderen Ortschaften mit den gleichen Methoden zu untersuchen, sowie diese Untersuchung nach 10 bis 15 Jahren zu wiederholen, um somit Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen.
 
 

Diese Diplomarbeit liegt in der Universitätsbilbliothek der Boku auf.

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Für den Inhalt verantwortlich: Silke Rosenbüchler, email  h8840806@edv1.boku.ac.at  
Datum der letzten Änderung: 3.12. 1997

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