Franz Weiß
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 Forschungsschwerpunkte
:

 Agrarsektormodelle
 Umweltökonomie
 Agrarpolitik
 Außenhandelstheorie und -politik
 Agrarstrukturentwicklung
 Regionalökonomie

 Forschungsprojekte:
 1997-99
FAIR-Projekt „Agriculture and Employment in the Rural Regions of the EU"; (RUREMPLO; CT 96 1766). Im Rahmen des Projektes wurde versucht, Strategien zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in ländlichen Regionen zu finden, indem der Einfluß verschiedener Faktoren auf die regionale Beschäftigungsentwicklung anhand von Fallstudien untersucht wurde. Am Projekt waren neun europäische Länder beteiligt; die Koordination oblag dem „Agricultural Economics Research Institute (LEI-DLO)“ mit Sitz in den Haag.

 1997-99
Forschungsprojekt „Analyse der Auswirkungen der gegenwärtigen Welthandelsordnung auf die Agrarmärkte im Lichte der Zukunftsfähigkeit“. Ziel des Projektes war die Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des WTO-Vertragswerks, um negative ökologische Folgen zu verringern oder zu vermeiden. Insbesondere wurden die einzelnen Teile des Agrarabkommens auf ihre Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung des österreichischen Agrarsektors untersucht. Koordiniert wurde das Projekt vom Österreichischen Verein für Agrarwissenschaftliche Forschung (ÖVAF).

 1999-2001
Forschungsprojekt „Regionalisiertes Agrarsektormodell zur Abschätzung des landwirtschaftlichen Strukturwandels im österreichischen Alpenraum (RAALSA)“ (finanziert über die Forschungsförderung der Universität für Bodenkultur). In diesem Projekt wurde ein regionalisiertes Agrarsektormodell für den österreichischen Alpenraum entwickelt, mit dem die Auswirkungen von agrarpolitischen Maßnahmen und Preisänderungen auf Einkommen und Struktur landwirtschaftlicher Betriebe systematisch abgeschätzt werden können. Das Modell basiert auf 2500 Betriebstypen und regionalen Hochrechnungsvektoren (regionale Gewichte der Betriebstypen). Über Betriebsmodelle (Lineare Programme) wird Produktion und Einkommen der Betriebstypen bestimmt und mittels der Hochrechnungsvektoren auf regionaler Ebene aggregiert. Über ein spezielles Modul werden auch die Hochrechnungsvektoren abhängig von den erzielten Einkommen angepaßt, wodurch politikinduzierte Strukturänderungen endogen abgebildet werden können.

 2001-04
Forschungsprojekt "Common Agricultural Policy Strategy for Regions, Agriculture and Trade" (QLTR-200-00394).  Ziel des Projektes ist die  Aktualisierung und Verbesserung   des   CAPRI-Modells.   Die Projektkoordination    obliegt    dem Institut für Agrarpolitik in Bonn.


 2004-05
Forschungsprojekt „Ein regionalisiertes Produktions- und Einkommenssimulationsmodell für den österreichischen Agrarsektor“.  Ziel des Projektes war es ein Netz von Betriebstypenmodellen zu entwickeln, mit dem Preis- und Politikszenarien für den österreichischen Agrarsektor simuliert werden können. Die Betriebsmodelle wurden für repräsentative Betriebe (Betriebstypen) gebildet, die nach strukturellen und regionalen Merkmalen ausgewählt wurden. Mit Hochrechnungsvektoren (regionale Gewichte der Betriebstypen) wurden die Betriebsergebnisse auf regionaler Ebene aggregiert. Datengrundlage waren die Einzelbetriebsdaten der Agrarstrukturerhebung 1999, die mit Teilen der INVEKOS-Datenbank verknüpft wurden, um aktuelle Bestandsdaten zu erhalten. Die Simulation von nicht-produktionsgebundenen Direktzahlungen wie Flächenprämien, ÖPUL-Prämien oder der Ausgleichszulage ist mit dem Modellnetz ebenso möglich, wie die Simulation von Tierprämien, Preisänderungen oder Quotenänderungen. Als Ergebnisse stehen Einkommens- und Produktionseffekte im Vordergrund, das Modellnetz liefert jedoch auch Datengrundlagen für die Berechnung verschiedener Umweltindikatoren. Die Ergebnisse können auf verschiedenen regionalen Ebenen (Gemeinden, Bezirke, Bundesländer, Kleinproduktionsgebieten Hauptproduktionsgebiete etc.), sowie nach beliebigen strukturellen Merkmalen (Betriebsgröße, Erschwerniszone, Erwerbsart, Betriebsschwerpunkt und Wirtschaftsweise) gegliedert analysiert werden.


 2006
Forschungsprojekt „Mittelfristige Konsequenzen der EU-Mitgliedschaft für die österreichische Landwirtschaft.“  In der Untersuchung wurde herausgearbeitet, welche Folgen der EU-Beitritt für die österreichische Landwirtschaft sowie vor- und nachgelagerte Sektoren hatte. Dabei wurden die Anpassungsvorgänge nachgezeichnet und mit Hilfe von Szenarienanalysen wurde die tatsächliche Entwicklung mit der hypothetischen Situation ohne EU-Beitritt verglichen. Die Szenarienanalysen wurden parallel mit mehreren Agrarsektormodellen (PASMA, FAMOS und AGMEMOD) durchgeführt um einerseits die Stärken der verschiedenen Modelle zu nutzen und andererseits Ergebnisse auf einer möglichst breite Basis zu erhalten.